John P. McManus schickt Pferd auf die Neue Bult

(24.10.2014/wis) Dass der weltweit größte Besitzer von Rennpferden auf der Flachen, Sheikh Mohammed Al Maktoum aus Dubai, über sein weit verzweigtes Rennsportimperium namens Godolphin, Pferde auf die Neue Bult schickt, zählt schon fast zur Tagesordnung.

Dass nun aber der weltweit größte Besitzer von Hindernispferden einen Starter auf der Flachen zum Saisonfinale nach Langenhagen schickt, ist schon ungewöhnlich. Es handelt sich um den 63-jährigen irischen Unternehmer John P. McManus, dessen Rennsportunternehmen über Irland, England und Frankreich verteilt über 400 Vollblüter umfasst, die fast ausnahmslos Hindernisrennen bestreiten.

Eine Ausnahme wird am Sonntag auf der Neuen Bult im Großen Preis der Deutschen Bank, einem Listenrennen für dreijährige und ältere Stuten über 1400 Meter, die Stute Iveagh Gardens sein, die erstmals auf der Neuen Bult die weltberühmten Farben (grün-gold gestreift, weiße Kappe) ihres Besitzers präsentieren wird. Die Stute steht im Training bei Charles O`Brien, dem Sohn von Trainerlegende Vincent O`Brien. 

McManus züchtet in seiner irischen Heimat auf dem Martinstown Stud in County Limerick, das eine Größe von 400 Hektar aufweist. Er besitzt zudem in England mit den Jackdaws Castle Stables auch eine eigene Trainingszentrale, auf der der frühere Championjockey Jonjo O`Neill einen Großteil  seiner Pferde betreut.    

Größte Erfolge feierte John P. McManus, dessen Stalljockey Tony McCoy ist, mit Istabraq, der drei Mal das Champion Hurdle in Cheltenham gewann. Don`t Push it siegte unter McCoy 2010 im Grand National von Aintree, dem größten und spektakulärsten Hindernisrennen der Welt. Zu Ruhm brachte die grün-gold-gestreiften Rennfarben mit der weißen Kappe auch Synchronised  durch seinen Sieg 2012 im Cheltenham Gold Cup.

McManus, der zeitweilig auch Anteilseigner am Fußballclub Manchester United war, machte sein Vermögen im Buchmacher-Business, als Anteilseigner von Ladbrokes.

Dass Geld nicht alles ist, musste John P. McManus, dessen Vermögen auf 4 Millarden Euro geschätzt wird, 2008 feststellen, als er an Krebs erkrankte. Nicht erst seit dieser Zeit engagiert sich McManus auf vielfältige Art und Weise an karitativen Projekten und unterstützt diese mit großzügigen Geldspenden.