Baden-Baden: Donnerschlag verliert den Sieg in der Goldenen Peitsche – Markaz mit Glück der Sieger – Mosers Making Trouble ohne Chance

(28.08.2016/GR/wis) Vor 7.800 Zuschauern endete das bedeutendste deutsche Kurzstrecken-Rennen am Sonntag auf der Galopprennbahn in Baden-Baden-Iffezheim mit einer kontrovers diskutierten Entscheidung:

In der 146. Goldenen Peitsche (Gruppe II, 70.000 Euro, 1.200 m) passierte Gestüt Höny-Hofs Donnerschlag (Marc Lerner) zwar als Start-Ziel-Sieger die Ziellinie, doch zu Beginn der Zielgeraden hatte er den ursprünglich viertplatzierten Watchable nach außen gedrückt, eine Bewegung, die der Engländer mitvollziehen musste, der schließlich nur um einen Hals das dritte Geld verfehlt hatte. Und dennoch gab es reichlich Diskussionsstoff, denn die Rückstufung von Donnerschlag auf Platz vier war schon eine sehr harte Maßnahme.

Dadurch ging der Erfolg an den im Besitz von Sheikh Hamdan Al Maktoums Shadwell France Stud stehenden und von Paul Mulrennan gerittenen Markaz. Der 45:10-Mitfavorit aus dem Stall von Owen Burrows in England hatte nicht den besten Start, war innen aber bald aufgerückt und kam als Einziger in die Nähe von Donnerschlag. Eine dreiviertel Länge lag im Ziel zwischen dem Piloten und Markaz, bevor die Rennleitung die Disqualifikation einleitete.

Markaz (45:10) landete beim 19. Karrierestart den vierten Karrieretreffer. „Es ist natürlich nicht schön, ein Rennen auf diese Weise zu gewinnen. Mein Pferd kam nicht so gut aus der Box, hat sich dann aber schnell verbessert und hat bestens zugelegt. Ich war schon einmal hier in Iffezheim, vor 15 Jahren als Lehrling habe ich ein Pferd geführt, das ebenfalls nach Disqualifikation eines Konkurrenten den Sieg bekommen hat", erklärte Paul Mulrennan.

Forgino, dessen Trainer Toni Potters schon mit großen Ambitionen in die Goldene Peitsche gegangen war, rückte auf Platz zwei vor. „Ich bin zufrieden, das war eine Top-Leistung", sagte der Trainer aus Großenkneten. Der Engländer Watchable war der Leidtragende von Donnerschlags Seitwärtsbewegung, aber ob er ohne die Disqualifikation auch Rang drei belegt hätte, sei dahingestellt.

Donnerschlag und Marc Lerner waren die großen Pechvögel der Prüfung, anstatt als gefeierte Sieger die Rennbahn zu verlassen, fanden sie sich nun auf Platz vier wieder. „Je trockener der Boden, desto besser für ihn", sagte Besitzer Manfred Hellwig (Gestüt Höny-Hof). „Wir waren schon zuversichtlich, aber der Tag und die Stunde entscheiden." Es ist davon auszugehen, dass dieses Team gegen die Entscheidung der Stewards in Berufung gehen wird.

Der von Dominik Moser gesattelte Brümmerhofer Making Trouble (Filip Minarik) landete auf Platz zehn von elf gestarteten Pferden.