Düsseldorf: Wittekindshoferin Serienholde gewinnt den 158. Henkel – Preis der Diana

(07.08.2016/GR) Das bedeutendste Stutenrennen der Rennsaison 2016 in Deutschland wurde zu einem Event der Extraklasse: 20.000 Zuschauer sahen am Sonntag auf der Galopprennbahn in Düsseldorf eine mehr als würdige Siegerin im 158. Henkel – Preis der Diana (Gruppe I, 500.000 Euro, 2.200 m).

Die Top-Prüfung – ein Wertungslauf der German Racing Champions League – ging nach einer bärenstarken Leistung an die im Besitz des Gestüts Wittekindshof von Hans-Hugo Miebach aus Rüthen-Kneblinghausen stehende Serienholde.

Trainer Andreas Wöhler aus Spexard bei Gütersloh und Jockey Eduardo Pedroza wiederholten auf der Soldier Hollow-Tochter ihren Vorjahres-Triumph mit Turfdonna; sagenhafte 300.000 Euro betrug die Siegprämie. Im Vordertreffen hinter der mit Vorsprung führenden She's Gina, sowie Sarandia, der Favoritin Architecture, die wenig später auf Rang vier zurückfiel, und Flemish Duchesse fand Serienholde (71:10) eine ideale Ausgangslage vor.

Auf der Zielgeraden wurde man zunächst auf Sarandia aufmerksam, die sich unter Andrasch Starke an der Innenseite einen guten Vorteil verschaffte vor der Favoritin Architecture, die nicht komplett durchdrang. Aber als Serienholde eingesetzt wurde, war die Frage nach der Siegerin in den German Oaks, dem Stuten-Derby, bald schon beantwortet. Mehr als sicher mit einer halben Länge Vorsprung kam Serienholde zu diesem bedeutenden Erfolg. „Wir haben Serienholde nicht umsonst für den Großen Preis von Baden genannt", erzählte Wittekindshofs Gestütsleiter Karl Jörg. „Es war unser fünfter Diana-Sieg."

Jockey Eduardo Pedroza war ebenfalls voll des Lobes: „Ich habe mich an Frankie Dettori auf Architecture und Andrasch Starke auf Sarandia orientiert und sie immer im Auge behalten. Das hatte ich mir schon so vorgenommen, als ich das Rennen am Freitag zu Hause analysiert habe. Serienholde hat wirklich imposant gewonnen. Sie hat sehr viel Herz, kann auf jedem Boden und aus jeder Position gewinnen."

Trainer Andreas Wöhler meinte über die zuletzt trotz eines unglücklichen Rennverlaufs hier in einer Listen-Prüfung und nun in der Diana erfolgreiche Serienholde, die beim fünften Start ihr drittes Rennen gewann und ihre Gewinnsumme auf 341.200 Euro katapultierte: „Sie hat sich von Start zu Start verbessert. Ich war schon recht guter Dinge. Die Engländerin stand nach Ausrechnung etwas heraus. Aber Serienholde hatten einige Monate im Gestüt sehr gut getan. Sie hat durchaus Temperament. Zweimal sollte sie in diesem Jahr vor der Diana laufen. Nun schauen wir erst einmal, wie sie nach Hause kommt. Der Große Preis von Baden könnte ein Ziel sein."

Sarandia hielt nach früher Führung auf der Zielgeraden groß stand. „Wir hatten ein Traumrennen. Sie hat immer weiter gekämpft", kommentierte Jockey Andrasch Starke. Die heiße Favoritin Architecture aus England – für 50.000 Euro nachgenannt – kam aus bester Lage nur auf Platz drei. „Ich habe keine Erklärung, heute gab es nichts zu gewinnen", bedauerte Trainer Hugo Palmer. Kasalla komplettierte mit einem guten vierten Rang die Viererwette, die 13.039:10 Euro bezahlte.

Parvaneh zog als Fünfte vom letzten Platz noch groß an vor der lange führenden She's Gina. Pagella (Siebte) und Meergörl (Zehnte) spielten von den stärker gewetteten Pferden keine entscheidende Rolle mehr.