Hans-Jürgen Gröschel: Erst Angst vor dem Boden – dann Rücktritt vom Rücktritt

(02.07.2016/wis) Hans-Jürgen Gröschel, der das Jahr 2016 nach eigenen Aussagen eigentlich als sein finales Jahr seiner Trainerkarriere bezeichnet hatte, eilt in der Grand Prix-Klasse von Erfolg zu Erfolg.

Nach seinen Sensationserfolgen auf Gruppe II-Parkett mit Iquitos im Großen Preis der Badischen Wirtschaft und nur wenige Tage später mit Shy Witch in den klassischen 1.000 Guineas auf dem Düsseldorfer Grafenberg, konnte der Neue Bult-Coach am Eröffnungstag der Derbywoche erneut einen Gruppetreffer landen.

Wiederum war es Karin Schwerdtfegers dreijährige Stute Shy Witch, die sich heute auf dem Horner Moor mit dem  Franz-Günther von Gaertner Gedächtnisrennen (Hamburger Stutenmeile) das Hauptrennen des Tages sichern konnte. Im Sattel der Areion-Tochter saß Ian Ferguson. Shy Witch setzte sich in dem mit 55.000 Euro dotierten Europagruppe III-Rennen über die Meile auf weichem, stellenweise schwerem Untergrund, leicht mit zweieinviertel Längen gegen die Hickst-Stute Nymeria (Andreas Suborics) durch. Dritte wurde Schützenpost (Alexander Pietsch) vor der Rothschild-Stute Toinette (Fabrice Veron).

Hans-Jürgen Gröschel überglücklich: „Ich hatte vor dem Rennen Angst vor dem Boden, da sie nicht die kräftigste Stute ist. Bei ihrem ersten Start in Düsseldorf hatte sie auch Probleme auf diesem Untergrund. Doch es ist alles gutgegangen. Ihr Speed ist phänomenal. Als zu Beginn des Einlaufs außen die Lücke aufging, da war mir klar, dass sie gewinnen wird." Der Trainer weiter: „Shy Witch ist so etwas wie das Nesthäkchen am Stall, Sie genießt die Zuwendung, die ihr zu Teil wird." Angesprochen auf seinen eigentlich verkündeten Eintritt in den Ruhestand gab Gröschel bekannt: „Wenn man solche Erfolge feiert, dann kann man unmöglich aufhören."

Einen zweiten Platz konnte das Team von Christian Sprengel im Hamburg Huskies Race, einem Sieglosenrennen für die Dreijährigen über 1800 Meter, verbuchen. Im Sattel der Kamsin-Tochter saß Filip Minarik.