Protectionist beeindruckt im Großen Preis von Berlin – Vierte Gelder in den Listenrennen für die Hannoveraner

(14.08.2016/GR/wis) Protectionist, Melbourne Cup-Sieger 2014, feierte auf der Rennbahn in Berlin-Hoppegarten vor 10.100 Zuschauern einen allseits erwarteten und dennoch sehr beeindruckenden Erfolg im zur Gruppe I zählenden 126. Longines Großer Preis von Berlin.

Die Kernfrage lautete im Vorfeld, wer im sechsköpfigen Feld das Tempo bestimmen würde. Eduardo Pedroza tat das einzig Richtige, er ergriff auf dem im Besitz von Australian Bloodstock stehenden Sohn der deutschen Deckhengst-Legende Monsun selbst die Initiative und sorgte für eine moderate Fahrt vor dem später aufgerückten Guignol, dem polnischen Derbysieger Caccini, dem Galopper des Jahres 2015 Nightflower sowie Amona und Shivajia.

Auf der Zielgeraden baute Protectionist rasch und mühelos seinen Vorsprung aus. Die Top-Stute Nightflower konnte ihm als einziger Konkurrent folgen, doch in die Nähe von Protectionist kam sie trotz einer starken Leistung nicht. Der wiedererstarkte Melbourne Cup-Held aus der Zucht von Dr. Christoph Berglar, der vor zwei Jahren für eine absolute Sternstunde der deutschen Zucht bei seinem Erfolg im bedeutendsten Rennen Australiens gesorgt hatte, musste kaum bemüht werden. In der Manier eines echten Champions löste sich Protectionist vor den Augen vieler seiner Miteigner souverän auf zweieinhalb Längen Vorsprung und brachte 110.000 Euro Siegpreis nach Hause. Damit beträgt seine Gewinnsumme nun stolze 2.720.971 Euro! Guignol blieb als Dritter ebenfalls gut dabei. Shivajia schob sich vom letzten Rang noch auf Platz vier.

Im Westminster Fliegerpreis, einem mit 27.000 Euro dotierten Listenrennen über 1200 Meter, kam der von Dominik Moser gesattelte Brümmerhofer Making Trouble unter Filip Minarik auf den vierten Platz.

Gleich mehrere Platzgelder sicherte sich an diesem Nachmittag Hans-Jürgen Gröschel. Im Preis vom Berliner Schloss, einer Listenprüfung für Stuten über die 1800 Meter-Distanz, kam Karin Schwerdtfegers Shy Witch (Ian Ferguson) als heiße 14:10-Favoritin auf den vierten Platz. Die jeweils letzten Platzgelder verdienten als Fünfte in ihren jeweiligen Rennen Weißer Stern (Wladimir Panov) im Ausgleich III über 2200 Meter sowie Silicon Valley (Ian Ferguson) im Ausgleich II über die 2000 Meter-Distanz.