Köln: Windstoß ist der Sieger im Preis von Europa – Gröschel-Pferde im Rahmenprogramm mehrfach in den Geldrängen

(24.09.2017/GR/wis) Zum ersten Mal seit 1999 (Belenus) triumphierte am Sonntag vor 14.000 Zuschauern mit Gestüt Röttgens Windstoß (32:10) unter Jockey Adrie de Vries wieder der amtierende Derbysieger im nun zum 55. Mal ausgetragenen Preis von Europa (Gruppe I, 155.000 Euro, 2.400 Meter).

Der dreijährige Shirocco-Sohn Windstoß, von Champion Markus Klug in Köln-Heumar vorbereitet, setzte sich vom allerletzten Platz aus Mitte der Zielgeraden völlig überlegen mit vier Längen Vorsprung von seinen Gegnern ab und war ein vielumjubelter und vor allem mehr als würdiger Gewinner dieses Top-Events in der Domstadt.

Nach einem vierten Rang zuletzt im Longines Großer Preis von Baden sah man nun wieder den wahren Windstoß, der auf passend weicher Bahn am Ende nur so mit der Konkurrenz spielte und bei seinem zehnten Karrierestart den vierten Sieg feierte und seine Gewinnsumme mit den hier verdienten 100.000 Euro auf 538.100 Euro schraubte.

Jockey Adrie de Vries in einem ersten Statement: „Windstoß hatte mich in der Arbeit sehr überzeugt. Es gab unterwegs gutes Tempo. Ich habe auf der Zielgeraden den besseren Boden gesucht und die Lücke gefunden. Als er da durchgekommen war, hatten wir gewonnen. Ich habe immer an ihn geglaubt. Die Form zuletzt in Iffezheim war nur ein Durchhänger."

Trainer Markus Klug, der neben dem Erfolg mit Windstoß auch Platz drei mit Colomano holte: „Ich habe gewusst, dass meine beiden Pferde eine gute Chance haben würden. Der Boden war besser für Windstoß, während Colomano Pech hatte. Windstoß hat gezeigt, dass er ein würdiger Derbysieger ist. Er hat zwar noch eine Nennung für den Pastorius – Großer Preis von Bayern, aber ich tendiere dazu, dass er in die verdiente Winterpause geht, was bei Colomano definitiv feststeht."

Zwischen Windstoß und Colomano schob sich als Zweite (einen Kopf vor Colomano) die Außenseiterin Son Macia, die hier ihre beste Leistung überhaupt bot. „Heute war der Boden passend für sie. Der zweite Platz fühlt sich wie ein Sieg an", berichtete Trainer Andreas Suborics. Der hochgehandelte Savoir Vivre, der anfangs die Spitze hatte, dann aber Ende der Gegenseite ziemlich überstürzt von Parviz (Fünfter) abgelöst wurde, schien lange Dritter zu werden und wurde doch noch von Colomano passiert. Kasalla und Real Value fielen deutlich aus der Partie.

Im Rahmenprogramm erzielte das Quartier von Hans-Jürgen Gröschel einige Platzgelder: Im Ausgleich III über 1400 Meter kam Stall Tottis Imandra (André Best) auf den dritten Platz. Vierter wurde Stall Widukinds Saxone (Ali Alshowaikh) im Ausgleich III über 1850 Meter. Und das fünfte und letzte Geld verdiente sich Totti (Andrasch Starke) im Ausgleich I über 2200 Meter.