Stute Enable dominiert den Arc - Dschingis Secret und Iquitos Sechster bzw. Siebter im bedeutendsten Galopprennen der Welt

(01.10.2017/GR/wis) Die heiße Favoritin Enable (im Besitz von Saudi-Prinz Khalid Abdullah) war die imponierende Siegerin im Qatar Prix de l' Arc de Triomphe, dem bedeutendsten Rennen der Welt am Sonntag auf der Galopprennbahn in Chantilly/Frankreich.

Mit Star-Jockey Lanfranco Dettori im Sattel dominierte die auf 18:10 heruntergewettete Super-Stute aus dem englischen Stall von John Gosden in der mit 5 Millionen Euro dotierten Gruppe I- Prüfung über 2.400 Meter in grandioser Manier und bescherte ihrem Jockey den Arc-Rekord als alleiniger fünffacher Sieger. Die beiden deutschen Starter, Horst Pudwills Dschingis Secret (Adrie de Vries/Markus Klug) und Stall Mulligans Iquitos (Andrasch Starke/Hans-Jürgen Gröschel), hielten sich solide und belegten die Plätze sechs bzw. sieben.

Der Arc wurde zur Bühne eines absoluten Galopp-Superstars. Denn wie die dreijährige Stute Enable, zuvor in dieser Saison schon vierfache Gruppe I-Gewinnerin, hier ihrer Favoritenrolle gerecht wurde, riss das Publikum auf der Rennbahn Chantilly und die Millionen Fans weltweit an den Bildschirmen von den Sitzen.

Dettori etablierte Enable aus der günstigen Startbox zwei sofort an dritter Position hinter Idaho und Order Of St George aus Irland. Auch Adrie de Vries, der Jockey von Dschingis Secret orientierte sich an Enable und war an siebter Position nicht weit hinter ihr, allerdings immer in einer äußeren Spur, während Andrasch Starke mit Iquitos noch einige Plätze dahinter den Gang der Dinge abwartete.

Im Schlussbogen gingen sowohl Enable, als auch Dschingis Secret, der etwas weite Wege gehen musste, noch in sehr guter Haltung. Es dauerte nicht mehr lange, bis die heiße Favoritin auf einen Rush vor das Feld stürmte, aber auch der Deutsche schien hier noch alle Chancen zu haben. Kurz darauf wurde man auch an der Außenseite auf Iquitos aufmerksam, doch beide Pferde zogen nicht komplett durch.

Ganz im Gegensatz zu der Mega-Stute Enable, die wie ein Pferd anderer Klasse einen höheren Gang einlegte und sich auf zweieinhalb Längen entfernte. Beim achten Start war es der siebte Triumph für die Nathaniel-Tochter, womit ihr Besitzer Khalid Abdullah sieben Jahre nach Workforce wieder den Arc an sich brachte und als Preisgeld 2.857.000 Euro kassierte. Trainer John Gosden hatte erst vor zwei Jahren mit Golden Horn den Gewinner gestellt. Historisch war die Tatsache, dass Enable die erste dreijährige Stute aus England war, die hier siegte. Mit tollem Endspurt schob sich Godolphins Cloth Of Stars für Dubai-Herrscher Scheich Mohammed noch auf Platz zwei vor dem englischen Mitfavoriten Ulysses und Order Of St George.

Dschingis Secret stand seinen großen Moment nicht durch, doch hielt sich der Sieger des Prix Foy auf dieser Bahn dennoch achtbar. Das gilt auch für Iquitos, der Galopper des Jahres war als Siebter einen Kopf hinter ihm, und verpasste damit das letzte Platzgeld.